Donnerstag, 2. August 2012

Was ist die Bounce Rate und wie sollte man sie deuten?

Hi liebe Blogger Freunde,

das heutige Thema über das ich schreibe werde ist die:

Bounce Rate


Was ist die Bounce Rate?

Die Bounce Rate wird im deutschsprachigen Raum auch Absprungrate genannt.
Die Bounce Rate gibt in Prozent an, wie viele Seitenbesucher innerhalb einer bestimmten Zeitspanne die Seite wieder verlassen haben.
Diese Zeitspanne liegt zwischen 0 und 15 Sekunden. (Manche sagen auch, dass ihr Maximum bei 30 Sekunden liegt)
Somit haben wir einen Zeitintervall: I e [0,15] bzw. I e [0,30].

Man kann die Bounce Rate für jede einzelne Seite einer Homepage (oder Blog) und oder für die gesamte Internetseite berechnen (lassen).

Beispiel 1:
Ein Internetuser kommt auf meine Seite, klickt nach einer Minute auf die nächste Unterseite und diese Seite verlässt er innerhalb der oben genannten Zeitspanne.

Es gibt aber auch noch eine weitere Definition der Bounce Rate:
Hierbei geht es um einen einzelnen Seitenaufruf. Und zwar wird unabhängig von der Dauer, die sich ein User auf einer Seite aufhält die Bounce Rate gemessen

Beispiel 2:
Ein Internetuser kommt über die Google-Suchfunktion auf meinem Blog. Dann merkt er, dass die Informationen oder der Aufbau oder die Schrift oder sonst etwas ihm nicht gefallen und somit verlässt er nach 3 Minuten meinen Blog. (dieser User zählt zur Bounce Rate)

Beispiel 1.) Diese Definition der Bounce Rate bezieht sich auf jede einzelne Seite/Unterseite.
Beispiel 2.) Die zweite Definition der Bounce Rate gibt als Resultat den Anteil der Webseitenbesucher an, die nur eine Seite besucht haben.

Meine Buchempfehlung 1:
Google Analytics - Erfolgskontrolle für Webseiten


Woher bekommt man die Bounce Rate?


Wie so oft in diesem Blog erklärt, kann man die Bounce Rate über Google Analytics messen lassen. Dabei zeigt Google Analytics absolute Veränderungen, sowie relative Veränderungen in einer Zahlen Tabelle, sowie in einem Linien Diagramm an.



Wie ist die Bounce Rate zu beurteilen?


Ein häufiger Fehler von „SEO-Spezialisten“ ist es, das sie Kunden empfehlen ihre Seite optimieren zu lassen, da ihre Bounce Rate höher als 50 % ist.
Das ist aber falsch!
Denn eine Bounce Rate gibt „nur“ an, dass eine bestimmte Anzahl an Usern die Seite innerhalb von wenigen Sekunden wieder verlassen haben. Sie gibt aber nicht an, ob diese User auch die Seiten der Konkurrenz zu dem gleichen Suchbegriff innerhalb weniger Sekunden wieder verlassen haben.
Zudem gibt die Bounce Rate nicht an, wie die gesamte Anzahl aller User (also nicht nur User die unsere Seite besucht haben, sondern alle User die nach diesem Keyword gesucht haben) sich auf den verschiedenen Seiten verhalten haben.

Somit kann man mit der Bounce Rate nicht wissen, wie man im Vergleich zu den anderen Webseiten steht. Dafür müssten alle Bounce Rate-Werte der Konkurrenz bekannt sein.
Also kann eine Bounce Rate von 50 % sogar im guten Durchschnitt für ein Keyword liegen.

Wie ihr erkennen könnt habe ich nun öfters „für ein Keyword“ geschrieben. Denn wichtig ist es zu wissen, dass man niemals die Bounce Rate vom verschiedenen Themenbereiche miteinander vergleichen darf.
Man sollte zu jedem Keyword für die Absprungsrate eine eigene Analyse durchführen.

Ein weiterer Grund ist es, dass die Bounce Rate alleine nicht als Rankingfaktor von Google in Betrachtung kommt. (dafür kann ich bei Interesse eine Zahlenanalyse durchführen; schreibt mich einfach an).
Denn es gibt verschiedene Arten von Webseiten die im Konkurrenzkampf zueinander (zu den gleichen Keywords) stehen. Also gilt auch hier, dass eine Bounce Rate Angabe von 50 % nichts genaues aussagen kann.

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Rankingfaktor Bounce Rate?


Wie oben erwähnt spielt die Bounce Rate alleine betrachtet keine Rolle in dem Rankingalgorithmus von Google.
Stattdessen muss man zu der Absprungrate die durchschnittliche Verweildauer mitbetrachten.
Mit der durchschnittlichen Verweildauer kann man erkennen wie lange einzelne User auf einer Seite sich aufgehalten haben.

Man sollte aber die durchschnittliche Verweildauer von Landingpages außer Acht lassen.
Denn gute Landingpages können eine hohe Bounce Rate mit einer niedrigen Verweildauer besitzen. Das liegt unter anderem daran, dass diese Seiten gut strukturiert sind und der User somit schnell (innerhalb von weniger als 10 Sekunden) sieht, worauf er klicken muss um seine gewünschten Informationen zu erhalten.


HIER GEHT ES ZUM ZWEITEN TEIL DER BOUNCE RATE ANALYSE:


Mein Tipp für eure Analyse der Bounce Rate:


Die zweite Definition der Bounce Rate bezieht sich auf einen einzelnen Seitenaufruf und zwar unabhängig von der Verweildauer.
Nun solltet ihr versuchen die Verweildauer vom zweiten Punkt zu steigern.
Somit könnt ihr genauer Messen wie erfolgreich eure einzelne Seite ist. Im Grunde ist das ein Qualitätsfaktor eurer einzelnen Unterseite.